Geschichte

- Tafeln wie August der Starke -

Der Fürstenzug in Dresden

 

Der 102 m lange Reiterzug prägt seit jeher das barocke Stadtbild Dresdens. Er befindet sich direkt an der Außenwand des Stallhofs, welcher zum Dresdner Schloss gehört und besteht aus 23.000 Fliesen, gefertigt aus original Meissener Porzellan®. Der sogenannte Fürstenzug zeigt insgesamt 35 Markgrafen, Herzöge, Kurfürsten und Könige aus dem Hause Wettin, die zwischen 1124 und 1904 in Sachsen regiert haben sowie deren Gefolge. 

 

Bereits im 16. Jahrhundert wurde die Wand am Stallhof mit einer Kalkfarbenmalerei versehen, welche unglücklicherweise in den nächsten Jahrhunderten verblasste, sodass man sich im 19. Jahrhundert entschied das Wandbild grundlegend, zu erneuern. Daher begann der Maler Wilhelm Walther im Jahr 1865 neue Entwürfe zu gestalten: Er orientierte sich an der Geschichte des Hauses der Wettiner sowie an dem bevorstehenden 800-jährigen Bestehen desselben und schuf eine Abfolge sächsischer Regenten, die repräsentativ für das Adelshaus stehen sollten.

 

Die Bevölkerung zeigte sich sehr begeistert und lobte insbesondere die Detailtreue des damals noch schwarz-weißen Kunstwerkes. Zwischen 1872 und 1876 wurde Walthers Entwurf in Form eines Wandbildes, hergestellt in Putzkratztechnik, umgesetzt. 

Leider zeigte sich jedoch, dass der lange Fries gegen das Wetter unbeständig war und man entschied sich für eine Erneuerung, die gegen äußere Umstände standhafter sein sollte. 

Aus diesem Grund ließ man in den Jahren 1904-1907  circa 23.000 Fliesen aus Meissener Porzellan® anfertigen, welche nach damaliger Zeit in einem neuen Brennverfahren hergestellt und mit einer Farbschicht überzogen wurden. Danach hat man das von Walther vorgegebene Motiv in aufwendiger Handarbeit auf die Fliesen übertragen und diese noch einmal scharf gebrannt. Anschließend wurden sie auf den Untergrundputz befestigt.

 

Aufgrund dieser Fertigungstechniken konnte der Dresdner Fürstenzug den Zweiten Weltkrieg und die durch das Feuer entstandene Hitze nahezu unbeschädigt überstehen und ist bis heute das größte Porzellanbild der Welt. Einer umfassenden Restaurierung und Reinigung wurde der Reiterzug zwischen 1978-1980 unterzogen.

2014 wurde er erneut gereinigt und soll 2016 von Restauratoren inspiziert werden.

 

 

Die Einrichtung und das Ambiente der Kurfürstenschänke ist somit jenen sächsischen Herrschern, insbesondere August dem Starken, gewidmet und lässt unsere Gäste teilhaben an der Historie Sachsens - Tafeln wie August der Starke!

 

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fürstenzug

Ein Haus mit langer Tradition

 

Das Fürstenhaus der Wettiner ist eines der ältesten deutschen Fürstengeschlechter mit einer bemerkenswerten tausendjährigen Geschichte. Markgrafen, Herzöge, Kurfürsten und Könige regierten die Besitztümer im heutigen Sachsen, in Teilen Thüringens und Brandenburgs und für einige Zeit das damalige Königreich Polen.

 

Der wohl prominenteste, hochbegabteste und kunstsinnigste Herrscher von Sachsen war Kurfürst Friedrich August I. (Regz. 1694-1733), bekannt als "August der Starke" und später auch König von Polen. August der Starke und sein ebenso kunstbegeisterter Sohn sowie Nachfolger Kurfürst Friedrich August der II. von Sachsen (Regz. 1733-1763) regierten das Land nach dem Vorbild des französischen Königs Ludwig XIV. als absolutistische Herrscher. 

 

Die pompöse und ausschweifende Hofhaltung dieser beiden Barockfürsten, die entstandenen grandiosen Barockbauten und Gärten in Sachsen, das opulente Dresdner Kunstleben und die überaus wertvollen Dresdner Kunstsammlungen fanden in ganz Europa große Beachtung. Sie machten die Stadt Dresden zu dem, was sie auch heute noch ist: eine Kunstmetropole von europäischem Rang mit den prächtigsten Residenzen.

August der Starke (1670 - 1733) - Kurfürst von Sachsen

und König von Polen

Der Mohr mit der Smaragdstufe

 

Die kostbare, einzigartige Schatzkammer des sächsischen Hofes, als sogenanntes „Grünes Gewölbe“ weltbekannt, ist auch heute wieder im Dresdner Residenzschloss zu bewundern. Einer der Höhepunkte dieser einmaligen Sammlung ist der von dem großen Kunstbildhauer Balthasar Permoser in Holz geschnitzte und vom Hofjuwelier Johann Melchior Dinglinger mit Gold, Silber und Edelsteinen verzierte „Mohr mit der Smaragdstufe“, der den größten Smaragden der Welt in seinen Händen  hält.

 

Der Sächsischen Porzellan-Manufaktur Dresden ist es erstmalig gelungen, mit traditionell gediegener Handwerkskunst ein originalgetreues Ebenbild dieses einzigartigen Mohren aus Porzellan herzustellen.

 

Wir freuen uns besonders, Ihnen diese limitierte Nachbildung täglich hier in der Kurfürstenschänke im Obergeschoss präsentieren zu dürfen. Aus der gleichen Porzellan-Manufaktur stammt der im Restaurant aufgehängte, handgefertigte, prunkvolle und reich verzierte Kronleuchter.  

Mohr mit Smaragdstufe - Replikat

An der Wiege des "Weißen Goldes"

 

War die Entdeckung des europäischen Porzellans anno 1708 in Dresdenein Zufall? Der von Legenden umwobene Alchimist Johann Friedrich Böttger sollte seinerzeit dem sächsischen Kurfürsten August dem Starken, König von Polen, auf künstlichem Wege Gold schaffen, was natürlich misslang. Doch Böttger und sein Team entdeckten das Arkanum, das bislang in Europa unbekannte Geheimnis der Porzellanherstellung. Dresden gilt seither als die Wiege des "Weißen Goldes", das Sachsen sowohl Reichtum als auch ewigen Ruhm brachte.

Dresdner Porzellan


Im Restaurant befinden sich außerordentliche Schaustücke 
gefertigt von der Sächsischen Porzellan-Manufaktur Dresden.

Meissener Porzellan®


Oben: Medaille aus Meissener Porzellan®

 

Unten: Zum 100. Jubiläum des Fürstenzuges ist 2007 ein auf 300 Exemplare limitiertes und nummeriertes Miniaturbuch erschienen. Der Einband verbirgt eine aus Meissener Porzellan® gefertigte Fliese mit dem Porträt Augusts des Starken

Kurfürstenschänke anno 1708
Historisches Restaurant und Gasthaus


Restaurant, Schankstube, Café und Zechkeller
An der Frauenkirche 13, 01067 Dresden

 

Telefon: +49 (0) 351 / 42 44 82 80
Telefax: +49 (0) 351 / 42 44 82 85

 Öffnungszeiten
 

täglich von 11 Uhr bis 24 Uhr

24., 25., 26.12.2019

11 Uhr bis 23 Uhr

31.12.2019

11 Uhr bis 2 Uhr

01.01.2020

11 bis 22 Uhr


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